Autor:

Tobias Schmitz

Ratgeber:

Medizin

Erfahrung:

> 5 Jahre

Autor: Medizinexperte

Tobias Schmitz

Salbutamol wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur symptomatischen Behandlung bei verengten Atemwegen angewandt. Typische Anwendungsfelder entstehen bei Asthma bronchiale, bei häufig auftretender obstruktiver Bronchitis im Kindesalter sowie bei einer vorliegenden chronisch obstruktiven bronchialen Erkrankung (COPD), sofern diese rückbildungsfähige Komponenten aufweist.

In der Regel wird Salbutamol in Kochsalzlösung gelöst über einen Vernebler aufgenommen. Es gibt jedoch auch Tropfen zur oralen Einnahme. Diese sind unter der Bezeichnung SalbuBronch in der Apotheke erhältlich und finden vor allem bei Babys und Kleinkindern Anwendung.

Im Folgenden erhalten Sie ausführliche Informationen über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen (Kontraindikationen) bei der Anwendung von Salbutamol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft sowie Stillzeit. Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen und Gegenanzeigen je nach Form von Salbutamol (Asthmaspray oder Asthma-Inhalatoren) unterschiedlich sein können.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Die Wirkung von Salbutamol kann negativ beeinflusst werden, sofern eine gleichzeitige Behandlung mit einem der folgenden Arzneimittel oder Arzneimittelgruppen erfolgt. Dabei kann die Wirkung sowohl bei Salbutamol als auch bei anderen Arzneimitteln abgeschwächt oder in unerwünschter Weise verstärkt werden.

Es können jedoch auch andere, teils gefährliche, Salbutamol-Nebenwirkungen auftreten. Die Stärke der möglichen Wechselwirkungen hängt unter anderem von der Dosierung der Medikamente sowie von deren Darreichungsform (Tropfen, Tabletten, Injektion oder Inhalation) ab und kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Mittel zur Senkung des Blutdrucks (Beta-Rezeptorenblocker)

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Salbutamol und Beta-Rezeptorenblockern (die den Blutdruck senken sollen) kann es bei Patienten mit Asthma bronchiale zu schwerwiegenden Bronchospasmen kommen. Dabei handelt es sich um gefährliche Bronchialkrämpfe, bei denen sich die feinen Bronchialverästelungen krampfartig verengen. Außerdem schwächen sich Beta-Rezeptorenblocker und Salbutamol gegenseitig in ihrer Wirkung ab.

Antidiabetika (Mittel zur Behandlung bei Diabetes (Zuckerkrankheit))

Sofern Salbutamol in einer höheren Dosis verabreicht wird, in der Regel in Form von Tabletten oder als Injektion bzw. Infusion, kann die Blutzucker senkende Wirkung von Antidiabetika verringert werden.

Metformin
Metformin, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Biguanide zur Behandlung von Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2), kann Wechselwirkungen mit Salbutamol verursachen.

Methylxanthine und andere Sympathomimetika

Vorsicht ist auch bei der gleichzeitigen Anwendung von Salbutamol und Theophyllin bzw. anderen Sympathomimetika geboten. Hier können sich die Wirkungen wechselseitig verstärken, zudem besteht ein erhöhtes Risiko für weitere unerwünschte Nebenwirkungen.

Digitalisglykoside (Glykoside zur Behandlung von Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern)

Auch die Kombination von Salbutamol und Antiarrhythmika (Herzglykoside wie beispielsweise Digitalis oder Chinidin) führt möglicherweise zu unerwünschten Nebenwirkungen, etwa Schlafstörungen, Brustschmerzen oder ein beschleunigter Herzschlag. Diese können gerade bei Herzpatienten unter Umständen ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen.

Narkosemittel (Anästhetika)

Sofern eine Operation unter Vollnarkose geplant wird, besteht bei der gleichzeitigen Verwendung von Salbutamol und halogenierten Anästhetika wie beispielsweise Halothan, Enfluran oder Methoxyfluran ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von schweren Herzrhythmusstörungen. Außerdem kann es zu einem Blutdruckabfall kommen.

Weitere mögliche Wechselwirkungen

Bestimmte Substanzen wie L-Dopa (ein Mittel gegen Parkinson), L-Thyroxin (ein Schilddrüsenhormon), Oxytocin (das Wehen auslösende Hormon) oder Alkohol können im Zusammenwirken mit Salbutamol das Herz-Kreislauf-System negativ beeinflussen. Die gleichzeitige Behandlung mit Mutterkornalkaloiden (etwa mit dem Migränemittel Ergotamin) und Salbutamol kann dagegen zu unvorhersehbaren Erweiterungen oder Verengungen der Blutgefäße führen.

Auch Antidepressiva wie die trizyklischen Antidepressiva oder so genannte MAO-Hemmer verstärken die das Herz-Kreislauf-System betreffende Nebenwirkungen von Salbutamol.

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Absolute Gegenanzeigen von Salbutamol

Salbutamol darf auf keinen Fall angewendet werden, wenn der Patient allergisch gegen Salbutamol (Salbutamolsulfat), Benzalkoniumchlorid und / oder Schwefelsäure ist.

Insbesondere vor Wettkämpfen sollte Leistungssportlern bewusst sein, dass die Anwendung von Salbutamol zu positiven Ergebnissen bei einer Dopingkontrolle führen kann. Salbutamol steht auf der Dopingliste und gehört zu den verbotenen Substanzen (s. auch Wird Salbutamol als Doping benutzt?).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Salbutamol sollte aufgrund der möglichen schweren Nebenwirkungen bei Vorliegen einer der folgenden Erkrankungen niemals ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden:

  • bei Herzerkrankungen, beispielsweise Herzinfarkt, Erkrankung der Herzkranzgefäße, bestimmten Herzmuskelerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen
  • wenn Herzglykoside eingenommen werden (vor allem Digitoxin, Digoxin etc.)
  • wenn eine schwere (unbehandelte) Hypertonie (Bluthochdruck) vorliegt
  • bei Vorliegen von Aneurysmen
  • bei einer Schilddrüsenüberfunktion
  • bei schwerem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • bei einem Phäochromozytom (einer Erkrankung des Nebennierenmarks)

Der behandelnde Arzt legt zudem die Dosis sowie die Form der Anwendung fest, wobei vor allem die Höchstdosis keinesfalls überschritten werden sollte.

Eine Erhöhung der Dosis sollte niemals ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Verschlimmert sich die Atemnot nach der Anwendung von Salbutamol akut, so sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Der Behandlungsplan ist ärztlich umgehend zu überprüfen.

Vor einer geplanten Narkose mit halogenierten Anästhetika darf Salbutamol mindestens sechs Stunden vor Beginn der Narkose nicht mehr angewendet werden. Außerdem ist der Anästhesist beim Vorbereitungsgespräch über die Verwendung von Salbutamol in Kenntnis zu setzen.

Da durch die Anwendung von Salbutamol in höheren Dosen der Blutzucker-Spiegel ansteigen kann, sollten während der Zeit der Behandlung Diabetiker ihren Blutzucker engmaschiger kontrollieren und gegebenenfalls die Gabe von Antidiabetika ärztlich anpassen lassen.

In Folge einer hochdosierten Behandlung mit Salbutamol kann eine Senkung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) auftreten, vor allem bei der gleichzeitigen Anwendung bestimmter Arzneimittel wie Methylxanthine (Theophyllin), kortisonhaltigen Arzneimitteln, Diuretika (Arzneimittel zur Entwässerung) oder Arzneimitteln zur Behandlung einer Herzschwäche (Digitalisglykoside). In diesem Fall sollten die Blutsalze regelmäßig überprüft werden, um gegebenenfalls Kalium zuführen zu können.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Anwendung von Salbutamol kann den Patienten insbesondere zu Beginn der Behandlung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol sowie Schlaf- und Beruhigungsmitteln in seiner Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr (Autofahren) sowie beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Die Stärke und Form der Beeinträchtigung ist individuell sehr verschieden, kann aber nicht vorhergesagt werden und birgt daher ein gewisses Gefahrenpotenzial in Bezug auf möglicherweise schwere Unfälle.

Salbutamol in der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere und stillende Mütter sollten Salbutamol nicht ohne Absprache mit dem Arzt anwenden. Die Anwendung des Medikaments sollte nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung und auch nur dann, wenn es keine anderen Möglichkeiten für eine Behandlung gibt, erfolgen. Dies gilt auch für Frauen, die noch nicht schwanger sind, es aber demnächst werden wollen.

Schwangerschaft

Salbutamol sollte vor allem während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes verwendet werden bzw. wenn der Arzt die Anwendung für alternativlos hält. Da Salbutamol außerdem eine wehenhemmende Wirkung hat, gilt derselbe Rat für die Anwendung am Ende einer Schwangerschaft.

Stillzeit

Da Salbutamol wahrscheinlich in die Muttermilch übergeht, sollte das Arzneimittel auch während der Stillzeit nur auf die ausdrückliche Anweisung des behandelnden Arztes angewendet werden.

Zeugungs- und Empfängnisfähigkeit

Derzeit liegen noch keine Informationen über die möglichen Auswirkungen von Salbutamol auf die Zeugungs- bzw. Empfängnisfähigkeit von Kinderwunschpaaren vor. Da das Medikament jedoch möglicherweise Auswirkungen auf die Entwicklung eines Ungeborenen haben könnte, wird die Anwendung vor allem bei Frauen mit akutem Kinderwunsch nicht empfohlen.

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Quellen:

  1. Gordon J., Panos R.J. Inhaled albuterol/salbutamol and ipratropium bromide and their combination in the treatment of chronic obstructive pulmonary disease. Expert Opin Drug Metab Toxicol, 2010, 6(3), 381-92 Pubmed
  2. Leitlinien-Clearingbericht: “Asthma bronchiale”. Leitlinien-Clearingverfahren von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung in Kooperation mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenversicherungen. URL: aezq.de
  3. Patel M., Thomson N.C. (R)-salbutamol in the treatment of asthma and chronic obstructive airways disease. Expert Opin Pharmacother, 2011, 12(7), 1133-41 Pubmed
  4. Servent nationwide surveillance study: comparison of salmeterol with salbutamol in asthmatic patients who require regular bronchodilator treatment. W Castle et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  5. Salbutamol dry powder inhaler: Efficacy tolerability and acceptability study. Chris O’Callaghan URL: onlinelibrary.wiley.com
  6. Dauergebrauch von Salbutamol nicht schädlich”. In:  Pharmazeutische Zeitung: Fachzeitschrift im Internet für Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  7. Quinn C. The cost effectiveness of levalbuterol versus racemic albuterol. Am J Manag Care, 2004, 10(5 Suppl), S153-7 Pubmed
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