Salbutamol ist ein häufig verschriebenes Mittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma, Chronisch-obstruktiver Bronchitis oder COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung). Das Medikament wird entweder inhaliert oder in Tropfen- oder Tablettenform oral eingenommen. Es soll die Bronchien erweitern und so akut auftretende Atemnot lindern. Salbutamol ist nur kurzzeitig wirksam und kann neben der beabsichtigten auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, die jedoch zum Teil lebensgefährlich sein können.

Im Folgenden erhalten Sie ausführliche Informationen über Nebenwirkungen bei der Anwendung von Salbutamol im Allgemeinen, Nebenwirkungen im Falle einer Überdosierung und spezielle Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen. Bitte beachten Sie, dass die Nebenwirkungen je nach Form von Salbutamol (Asthmaspray oder Asthma-Inhalatoren) unterschiedlich sein können.

Was sind Nebenwirkungen?

Alle Medikamente haben neben der beabsichtigten Wirkungen sogenannte Nebenwirkungen, die auftreten können, aber nicht zwangsläufig müssen. Gemäß Definition handelt es sich um schädliche und / oder unbeabsichtigte Reaktionen auf das betreffende Arzneimittel, die nicht nur direkt auf die Inhaltstoffe des Medikaments zurückzuführen sind. Auch Medikationsfehler wie beispielsweise eine falsche Anwendung oder eine Über- bzw. Unterdosierung gehören zu den Nebenwirkungen.

Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen

Jedes Arzneimittel verursacht eine Reihe von Nebenwirkungen, die individuell verschieden häufig und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten können. Dabei werden sie in der Regel nach der Häufigkeit ihres Auftretens unterteilt:

  • Sehr häufig auftretende Nebenwirkungen können mehr als einen von zehn Patienten betreffen.
  • Häufig auftretende Nebenwirkungen auftretende Nebenwirkungen können bis zu einen von 10 Patienten betreffen.
  • Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen können bis zu einen von 100 Patienten betreffen.
  • Selten auftretende Nebenwirkungen können bis zu einen von 1.000 Patienten betreffen.
  • Sehr selten auftretende Nebenwirkungen können bis zu einen von 10.000 Patienten betreffen.

In vielen Beipackzetteln von Medikamenten findet sich außerdem noch die Angabe “Nicht bekannt”. Diese listet gemeldete Nebenwirkungen auf, deren Häufigkeit auf der Grundlage der bis dahin verfügbaren Daten noch nicht abschätzbar ist.

Sehr häufige und häufige Nebenwirkungen von Salbutamol

Wer bislang noch nicht an die Anwendung von Salbutamol gewöhnt ist, stellt in den ersten ein bis zwei Wochen sehr häufig bis häufig Symptome wie ein Zittern der Hände und / oder Finger (Tremor), Kopfschmerzen und Übelkeit sowie Schwindel fest. Wird die Behandlung fortgeführt, gewöhnt sich der Körper an den Wirkstoff und die Nebenwirkungen lassen allmählich nach. Ebenfalls häufig ist ein Anstieg der Herzfrequenz, die so genannte Tachykardie.

Salbutamol-Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen von Salbutamol

Gelegentlich kann, ebenfalls in den ersten ein bis zwei Wochen einer neu begonnenen Anwendung, Herzklopfen (Palpitationen) auftreten. Auch dies bildet sich nach einigen Tagen zurück. Vor allem bei der oralen Einnahme können gelegentlich Reizungen im Mund- und Rachenbereich auftreten. Manche Menschen leiden zudem als Folge der Behandlung mit Salbutamol unter Muskelkrämpfen.

Seltene Nebenwirkungen von Salbutamol

Zu den seltenen Nebenwirkungen bei der Anwendung von Salbutamol gehört das Absinken der Kaliumkonzentration im Blut (medizinisch Hypokaliämie). Diese tritt vor allem bei einer hoch dosierten Behandlung mit Salbutamol sowie einer gleichzeitigen Medikation mit bestimmten Arzneimitteln auf.

Hauptsächlich Theophyllin und andere Methylxanthine, Kortisionhaltige Arzneimittel, Diuretika und Digitalisglykoside (so genannte Herzglykoside) sowie ein bestehender Sauerstoffmangel (Hypoxämie) verstärken dieses Symptom. Aus diesem Grund sollten die Blutsalze regelmäßig kontrolliert werden, um gegebenenfalls das fehlende Kalium zuzuführen.

Ebenfalls selten ist die periphere Vasodilatation, also eine Erweiterung der Blutgefäße hauptsächlich in den äußeren Körperteilen wie den Armen und Beinen.

Sehr seltene Nebenwirkungen von Salbutamol

Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. allergische Reaktionen des Körpers auf Salbutamol sind sehr selten. Sie machen sich durch Symptome wie Juckreiz und Hautausschlag, eine Schwellung der Mund- und Rachenschleimhaut (das so genannte Quincke-Ödem) sowie potenziell lebensgefährliche Reaktionen wie Bronchialkrampf, Blutdruckabfall und Kreislaufkollaps bemerkbar.

Auch sehr selten ist eine Übersäuerung des Blutes (Laktatazidose), die vor allem bei der Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma und mit hohen Dosen von über einen Vernebler inhaliertem Salbutamol auftritt. Die Symptome (Atemnot und beschleunigte Atmung) werden oft als Versagen des Arzneimittels interpretiert, so dass in der Folge die Salbutamol-Dosis weiter erhöht wird. Stattdessen sollten Patienten mit diesen Symptomen umgehend einen Arzt aufsuchen und mit diesem eine geeignetere Medikation besprechen.

So genannte kardiovaskuläre Effekte wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen mit Vorhofflimmern, ein Anstieg der Herzfrequenz sowie ein unregelmäßiger Puls treten ebenfalls sehr selten auf, und zwar vor allem bei Patienten mit vorliegenden Herzerkrankungen. Aber auch bei (scheinbar) gesunden Menschen können nach der Anwendung von Salbutamol Effekte am Herz-Kreislauf-System in Erscheinung treten. Achten Sie auf Schmerzen in der Brust und / oder eine Verschlimmerung der bestehenden Herzerkrankung.

Des Weiteren gehört ein so genannter paradoxer Bronchospasmus zu den sehr seltenen Nebenwirkungen. Dabei handelt es sich um einen potenziell lebensbedrohlichen Bronchialkrampf, der nach der Anwendung von Salbutamol auftritt.

Nebenwirkungen von Salbutamol, deren Häufigkeit noch nicht abgeschätzt werden kann

Außerdem kann Salbutamol insbesondere bei Kindern bis 12 Jahren Nebenwirkungen wie Nervosität, Schlafstörungen und Halluzinationen hervorrufen.

Auch Husten, Probleme im Mund- und Rachenbereich sowie verstärktes Schwitzen können sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen auftreten.

Insbesondere Diabetes-Patienten müssen bei der Anwendung von Salbutamol vorsichtig sein und gegebenenfalls ihren Blutzuckerspiegel in kürzeren Intervallen kontrollieren. Das Medikament kann den Blutzuckerspiegel erhöhen und eine so genannte Hypoglykämie verursachen.

Blutdruckpatienten müssen damit rechnen, dass das Salbutamol den Blutdruck beeinflusst und diesen entweder senken oder steigern kann.

Die Häufigkeit der unter diesem Punkt aufgeführten Nebenwirkungen kann aufgrund der derzeitigen Datenlage noch nicht bestimmt werden.

Gegenmaßnahmen

Einige der aufgeführten Nebenwirkungen von Salbutamol können lebensbedrohliche Ausmaße annehmen, etwa bei Tachykardien oder Bronchialkrämpfen. Sollten Sie nach der Anwendung des Arzneimittels eine plötzliche Verschlimmerung wahrnehmen und / oder an einem der typischen Symptome für eine solche Erkrankung leiden, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Erhöhen Sie auf keinen Fall die Salbutamol-Dosis.

Spezielle Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Nachgewiesenermaßen hat Salbutamol vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Alter von bis zu 12 Jahren einen stimulierenden Effekt. Dieser kann sich in einem oder mehreren der folgenden Symptome äußern: Übererregbarkeit, Nervosität, gesteigerte Aktivität sowie Schlafstörungen und Halluzinationen (Sinnestäuschungen). Aus diesem Grund sollte das Mittel nicht direkt vor dem Schlafengehen verabreicht werden.

Nebenwirkungen im Falle einer Überdosierung

Die vom behandelnden Arzt verschriebene Dosierung von Salbutamol sollte auf keinen Fall überschritten werden. Die in diesem Fall möglicherweise auftretenden Anzeichen bzw. Symptome einer Überdosierung entsprechen denen der sehr häufig bis häufig auftretenden Nebenwirkungen. Sie treten sehr schnell und oft verstärkt in Erscheinung. Typische Symptome einer Überdosierung mit Salbutamol sind: Herzklopfen, beschleunigter und / oder unregelmäßiger Herzschlag, starkes Zittern (vor allem an den Händen), Schlafstörungen und Ruhelosigkeit sowie Schmerzen in der Brust.

Des Weiteren kann es zu einer Übersäuerung des Blutes (Laktatazidose) kommen, die sich typischerweise in Symptomen wie einer vertieften Atmung, Bauchschmerzen und Übelkeit äußert.

Im Falle des Auftretens der beschriebenen Beschwerden in Zusammenhang mit einer Salbutamol-Behandlung sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

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Quellen:

  1. Salbutamol-ratiopharm® Inhalationslösung. Gebrauchsinformation: Information für den Anwender.
  2. Die Wirkmechanismen der medikamentösen Asthmatherapie. Von Dr. med. Falko Panzer. Beilage zur Zeitschrift Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis. Informationen für Medizinische Fachkräfte in der Pädiatrie. URL: gpau.de
  3. Dosieraerosole: Wieviel Wirkstoff ist noch in der Patrone? Von S. Martignoni1, G. Hafen, A. Pannatier, E. R. Di Paolo, Lausanne und Genf. Service de Pharmacie, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois. URL: swiss-paediatrics.org
  4. Salbutamol . Gesundheitsportal Onmeda gofeminin.de GmbH URL: onmeda.de
  5. Servent nationwide surveillance study: comparison of salmeterol with salbutamol in asthmatic patients who require regular bronchodilator treatment. W Castle et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov
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