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Luftnot, ein enges Gefühl in der Brust und quälender Husten: Gegen diese typischen Symptome von Asthma sollen verschiedene Asthmasprays helfen. Damit das Asthmaspray richtig wirkt, muss es korrekt angewendet werden – was jedoch nicht so einfach ist. Gemäß neuerer Studien inhalieren viele Asthmatiker falsch, so dass das Medikament nicht in der benötigten Menge dort ankommt, wo es seine Wirkung entfalten soll.

Welche Asthma-Medikamente zum Inhalieren gibt es?

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwischen Langzeitsprays, die die Entzündung unterdrücken und Anfälle bereits im Vorfeld verhindern sollen sowie Notfallsprays, die nur während eines akuten Asthmaanfalles zum Einsatz kommen. Das Langzeitspray, der so genannte Controller, wird dabei regelmäßig inhaliert und wirkt vor allem vorbeugend bzw. schützend.

Die regelmäßige Anwendung ist wichtig, da die Wirkung dieser Asthma-Medikamente erst nach einigen Tagen eintritt. Notfallsprays, so genannte Reliever, kommen dagegen nur im Notfall zum Einsatz. Sie sollen während eines akuten asthmatischen Anfalles die Beschwerden lindern und wirken daher schnell. Allerdings hält ihre Wirkung nur wenige Stunden an.

Wie wirkt Asthmaspray?

Je nachdem, ob es sich um einen Controller oder einen Reliever handelt, entfaltet das Asthmaspray seine Wirkung in unterschiedlicher Weise und Schnelligkeit. Controller enthalten dabei in der Regel Kortison, während Reliever einen Wirkstoff aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika verwenden.

Wirkstoff Kortison

Kortison, eigentlich ein körpereigenes Hormon, das in der Nebenniere hergestellt wird, eignet sich dabei nicht für die Anwendung im Akutfall. Kortisonhaltige Asthmasprays wirken erst nach einigen Tagen, zudem nur dann, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Allerdings unterdrückt das natürlicherweise in Stresssituationen vom Körper selbst gebildete Hormon überschießende Entzündungsreaktionen und wirkt überdies regulierend auf das Immunsystem.

Aus diesem Grund halten kortisonhaltige Asthmasprays die chronische Entzündung der Atemwege unter Kontrolle und beugen so schweren asthmatischen Anfällen effektiv vor. Notfallbehandlungen und Krankenhausaufenthalte aufgrund von Husten- und Luftnotattacken lassen sich auf diese Weise vermeiden. Kortison kann nicht nur als Spray, sondern auch in Form von Tabletten angewendet werden.

Wirkstoffe aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika

Bei dieser Wirkstoffgruppe handelt es sich um adrenalinähnliche Substanzen, die die verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannen und die Atemwege erweitern sollen. Die Wirkung tritt innerhalb von wenigen Minuten ein und erleichtert Betroffenen während eines akuten asthmatischen Anfalles die Atmung.

Daher werden sie als Notfallmedikamente eingesetzt, eignen sich aber nicht für eine Langzeitbehandlung. Beta-2-Sympathomimetika haben keinerlei Einfluss auf die Ursache des Asthmas, nämlich die chronische Entzündung der Atemwege. Mediziner unterscheiden zwischen kurzwirksamen und langwirksamen Relievern, die hauptsächlich bei verschiedenen Schweregraden von Asthma sowie auch bei unterschiedlichen Gelegenheiten eingesetzt werden.

Wirkungsweise von Beta-2-Sympathomimetika

Kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika

In diese Gruppe gehören Wirkstoffe wie beispielsweise Salbutamol, Fenoterol, Albuterol oder Terbutalin. Nach der Anwendung tritt die Wirkung innerhalb von drei bis zehn Minuten ein, hält jedoch nur zwischen drei und fünf Stunden an. Sie werden vor allem bei leichteren Formen von Asthma verschrieben.

Sie haben keine vorbeugende Wirkung, außer Sie wenden das Spray direkt vor einer sportlichen Betätigung (beispielsweise dem Sportunterricht in der Schule) an. In diesem Fall kann ein asthmatischer Anfall aufgrund von körperlicher Anstrengung oftmals verhindert werden.

Strukturformel von Salbutamol
Strukturformel von Salbutamol, einem Wirkstoff aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika

Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika

In diese Gruppe gehören Wirkstoffe wie Formoterol, Bambuterol oder Salmeterol. Sie wirken ebenfalls innerhalb von drei bis zehn Minuten nach ihrer Anwendung, wobei die Wirkung mit durchschnittlich sechs bis zwölf Stunden deutlich länger als bei den kurzwirksamen Wirkstoffen anhält. Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika kommen hauptsächlich in schwereren Stadien einer Asthma-Erkrankung zum Einsatz und sollen dabei helfen, die Krankheit unter Kontrolle zu halten und Anfälle zu vermeiden.

Aus diesem Grund werden sie vor allem für Therapien mit kombinierten Wirkstoffen (d. h. eine gleichzeitige Entzündungskontrolle sowie lang anhaltende Bronchienerweiterung) verwendet. Studien konnten zeigen, dass in schwereren Fällen diese Kombinationstherapie der Therapie mit nur einem Wirkstoff überlegen ist.

So genannte Kombinationspräparate enthalten also sowohl einen Controller (beispielsweise Fluticason) und einen Reliever (beispielsweise Salmeterol) in ein und demselben Inhalator.

Strukturformel von Salmeterol
Strukturformel von Salmeterol, einem langzeitwirksamen β2-Sympathomimetikum

Wer bekommt welches Asthmaspray?

Welche Medikamente in welcher Kombination angewendet werden können, entscheidet der behandelnde Arzt je nach Art und Schwere des Asthmas – sowie nach dem Alter des Patienten. Eine Asthma-Erkrankung wird meist in fünf Stufen unterteilt, die durch ihre unterschiedlichen Ausprägungen hinsichtlich der Schwere der Krankheit charakterisiert sind.

Typischerweise kommt es bei unbehandeltem Asthma zu Verschlechterungsschüben, weshalb viele Ärzte bereits bei leichtem Asthma ab der zweiten Stufe einen niedrig dosierten, kortisonhaltigen Controller verschreiben. Dieser soll die Entzündung der Bronchien zurückdrängen und so einer Verschlechterung entgegenwirken.

Ab dem dritten Schweregrad erfolgt schließlich die Anwendung von langzeitwirksamen Relievern in Kombination mit einem kortisonhaltigen Controller, während kurzzeitwirksame Reliever weiterhin im Bedarfsfall eingesetzt werden können. In sehr schweren Fällen von allergischem Asthma spritzt der Arzt im Abstand von zwei bis vier Wochen Immunglobuline, um allergischen Reaktionen vorzubeugen.

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Welcher Inhalator ist wann sinnvoll?

Die aufgeführten Asthmasprays werden über handliche, portable Inhaliergeräte inhaliert. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen Pulverinhalatoren und Dosieraerosol. Hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gibt es zwischen diesen beiden Arten keine Unterschiede. Dafür allerdings ist die Handhabung jeweils eine andere, außerdem eignen sich die Geräte für unterschiedliche Personen und Situationen.

Pulverinhalator

Pulverinhalatoren geben den Wirkstoff in Pulverform ab, wobei das feine Pulver wiederum einen Hustenreiz auslösen kann. Um das Medikament zu inhalieren, muss die betreffende Person kräftig einatmen können, wobei das Mundstück fest mit den Lippen umschlossen wird. Zudem ist ein hohes Atemzugsvolumen notwendig, dafür jedoch ist keine genaue Koordination zwischen dem Auslösen des Gerätes und der Atmung erforderlich. Aufgrund des notwendigen Atemzugvolumens eignen sich Pulverinhalatoren nicht bei schwerem Asthma.

Pulverinhalator

Dosieraerosol

Hier erfolgt die Abgabe des Wirkstoffes durch einen feinen Sprühstoß, weshalb das Medikament leichter eingeatmet wird. Damit es gleichmäßig verteilt wird und die nötige Wirkstoffmenge in die Bronchien gelangt, ist jedoch eine genaue Koordination zwischen Einatmung und Auslösung des Geräts notwendig.

Aus diesem Grund eignet es sich nicht für kleine Kinder sowie für Personen, die ihre Handbewegungen und Atmung nicht in der erforderlichen Weise kontrollieren können. Eine gute Alternative zu Dosieraerosolen sind so genannte Spacer, die über eine vorgeschaltete Inhalationskammer verfügen. Aus diesem Grund ist hier die richtige Koordination zwischen Atmung und Handbewegung nicht notwendig.

Salbutamol Asthmaspray

Inhaliergeräte regelmäßig reinigen

Ob Pulverinhalator oder Dosieraerosol: Damit das Inhalationsgerät nicht verkeimt (und infolgedessen schädliche Keime in die Atemwegsorgane gelangen), muss es regelmäßig gereinigt werden. Die Reinigung ist zudem deshalb wichtig, da das Gerät verstopfen kann, weshalb der Wirkstoff nicht mehr in der benötigten Menge freigegeben wird.

Bei einem Dosieraerosol können Sie die Patrone entfernen, das Mundstück abnehmen und unter fließendem Wasser ausspülen. Pulverinhalatoren dürfen dagegen nur mit einem trockenen, sauberen Tuch gereinigt werden.

Wie werden die verschiedenen Asthmasprays richtig angewendet?

Die richtige Anwendung des Asthmasprays hängt von dem verwendeten Inhalator ab, da Pulverinhalatoren, Dosieraerosole und Spacer unterschiedlich gehandhabt werden.

So inhalieren Sie mit einem Dosieraerosol

Zunächst schütteln Sie das Dosieraerosol. Atmen Sie nun aus und umschließen Sie das Mundstück anschließend fest mit ihren Lippen. Lehnen Sie den Kopf leicht nach hinten. Lösen Sie den Sprühvorgang aus und atmen Sie gleichzeitig tief ein. Halten Sie für etwa fünf bis zehn Sekunden den Atem an, setzen Sie den Inhalator ab und atmen erst danach aus.

Verwendung von Asthmasprays

So inhalieren Sie mit einem Pulverinhalator

Auch hier atmen Sie zunächst aus, umschließen anschließend das Mundstück fest mit den Lippen und aktivieren den Asthma-Inhalator. Atmen Sie den Wirkstoff nun so kräftig und schnell wie möglich ein, damit das Pulver sich rasch in kleinste Teilchen zerteilt und inhaliert werden kann. Halten Sie nun für fünf bis zehn Sekunden die Luft an und atmen Sie nicht in das Inhalationsgerät aus.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Asthmaspray auftreten?

Wie jedes Medikament können natürlich auch Asthmasprays Nebenwirkungen verursachen. Welche das konkret sind, hängt dabei von der verwendeten Wirkstoffgruppe ab. Dabei müssen die hier aufgeführten Nebenwirkungen natürlich nicht zwangsläufig bei jeder Person und nach jeder Anwendung in Erscheinung treten.

Wirkstoff Kortison

Grundsätzlich sind bei inhaliertem Kortison nur wenige Nebenwirkungen zu erwarten, da nur sehr wenig des Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangt. Die bekannten und gefürchteten Begleiterscheinungen einer Kortisontherapie wie Gewichtszunahme, Anstieg des Blutzuckerspiegels, Muskelerkrankungen, Gewebeschwund der Haut, Knochenentkalkung sowie Störungen des Mineralhaushalts treten in der Regel nur bei einer regelmäßigen oralen Einnahme (beispielsweise in Tablettenform) oder beim regelmäßige Injizieren auf.

Wird das Hormon dagegen inhaliert, sind lediglich Heiserkeit sowie ein möglicher Pilzbefall der Mundschleimhaut denkbar. Beides lässt sich vermeiden, wenn Sie den Mund nach dem Inhalieren ausspülen.

Bei Kindern konnten außerdem durch kortisonhaltige Sprays ausgelöste Wachstumsverzögerungen beobachtet werden.

Wirkstoffe aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika

Adrenalin versetzt den Körper in Alarmbereitschaft, das gilt natürlich auch für die adrenalinähnlichen Substanzen aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika.

Typische Nebenwirkungen sind daher Herzrasen, Unruhe, Zittern sowie Schlaflosigkeit. Wird der Wirkstoff überdosiert und / oder gerät er in den Blutkreislauf, sind zudem Stoffwechselveränderungen wie Überzuckerung und Mineralstoffmangel (vor allem Magnesium und Kalium) möglich.

Werden die kurzwirksamen Sympathomimetika sehr häufig und / oder regelmäßig angewandt, ist oft eine Gewöhnung an die Dosis zu beobachten. Anschließend muss diese erhöht werden, um die Wirkung beizubehalten. Außerdem reagieren die Bronchien mit einer zunehmenden Überempfindlichkeit, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für asthmatische Anfälle erhöht.

Gegenanzeigen

Insbesondere Asthmasprays mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika dürfen nicht oder nur nach gründlicher ärztlicher Abklärung bei Vorliegen einer oder mehrerer der folgenden Gegenanzeigen verwendet werden:

  • Überempfindlichkeit gegen Sympathomimetika
  • schweren Herzerkrankungen (insbesondere Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen)
  • Erkrankungen der Blutgefäße (beispielsweise Aneurysmen)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Schwangerschaft und Stillzeit

Des Weiteren wird von einer Anwendung in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sowie bei manchen Wirkstoffen (beispielsweise Salbutamol) aufgrund einer wehenhemmenden Wirkung auch gegen Ende derselben abgeraten.

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Verwandte Artikel:

Quellen:

  1. Die Deutsche Lungenstiftung informiert: Asthma. In: Deutsche Lungenstiftung eV. URL: lungenstiftung.de
  2. Comparison of a new multidose powder inhaler (Diskus/Accuhaler) and the Turbohaler regarding preference and ease of use. In: Van der Palen J et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  3. Asthma. In: Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH. URL: lungeninformationsdienst.de
  4. Asthma inhalers, medicines and treatments. In: Asthma UK. URL: asthma.org.uk
  5. Asthma inhalers: Which one’s right for you? In: Mayo Foundation for Medical Education and Research (MFMER). URL: mayoclinic.org
  6. Wie wird Asthma behandelt? In: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: lungeninformationsdienst.de
  7. Untersuchung zu Wirksamkeit und Verträglichkeit der Dauertherapie eines Langzeit Beta 2 Sympathimimetikums . In: Gabriele Oepen; Hohe Medizinische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. URL: hss.ulb.uni-bonn.de
  8. Auf einen Blick: Asthma bronchiale. In: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. URL: akdae.de
  9. Asthma. In: Apotheken Umschau: Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de

 

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