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Chronische Erkrankungen der Atemwege belasten zahlreiche Menschen. Der Unterschied zwischen Asthma und COPD ist jedoch nur wenigen Menschen bekannt. Grund dafür ist, dass die Symptome der jeweiligen Erkrankung ähnlich sind. Umso wichtiger ist es, sich über die Unterschiede zu informieren.  

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Asthma oder COPD – was sind die Unterschiede?

Bei COPD handelt es sich um eine Erkrankung, die besonders häufig erst zwischen dem 40. sowie dem 60. Lebensjahr entsteht. Der Auslöser für die Erkrankung ist in den meisten Fällen ein jahrelanges Rauchen. Aber auch Personen, die Passivraucher sind, können betroffen sein. Ebenfalls möglich ist es, dass COPD ausgelöst wird durch eine hohe Belastung mit Staub und Schadstoff, beispielsweise am Arbeitsplatz.

COPD

Durch die ständige Reizung von Lunge und Bronchien kommt es zu häufigen Entzündungen. Die Atemwege schwellen an und verengen sich mit der Zeit. Es kommt zur Schleimbildung, zu Atemnot und einem unangenehmen Husten. COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) macht sich zu Beginn nur bemerkbar, wenn der Betroffene sich stark belastet. Mit zunehmender Erkrankung nehmen die Beschwerden zu und treten häufiger auf.

Bei Asthma bronchiale handelt es sich dagegen um eine Erkrankung, die auch schon bei Kindern auftreten kann. Sowohl der Husten als auch eine akute Atemnot treten nicht dauerhaft, sondern in Form von Anfällen auf. Asthma wird nicht selten durch eine erbliche Veranlagung ausgelöst. Die Bronchien sind sehr empfindlichen. Unterliegen sie äußerlichen Reizen, wie beispielsweise Kälte, Infekten oder allergischen Reaktionen, kommt es zu Anfällen.

Asthma bronchiale aufbau

Bei der Erkrankung Asthma bronchiale gibt es symptomfreie Phasen, die über einen längeren Zeitraum anhalten können. Bei COPD ist dies nicht der Fall.

COPD vs. Asthma: Ursachen im Vergleich

Die Ursachen für die Entstehung von COPD und Asthma bronchiale sind unterschiedlich.

Bei Asthma bronchiale ist zu unterscheiden zwischen einem nicht-allergischen und einem allergischen Asthma. Bei einem allergischen Asthma werden die akuten Anfälle in erster Linie durch die Allergie ausgelöst. Hier reichen schon kleine Mengen aus, um zu einer starken Atemnot zu führen. Auslöser sind beispielsweise Pollen oder auch Hausstaubmilben.

Oft zeigt sich Asthma bronchiale bereits im Kindesalter, anders als das nicht-allergische Asthma. Dieses kann auch bei Erwachsenen zum ersten Mal auftreten. Nicht selten sind Mischformen, bei denen die Anfälle mit dem Alter zunehmen und die Erkrankung fortschreitet.

Die Auslöser für nicht allergisches Asthma können so unterschiedlich sein, dass es für Betroffene schwierig ist, einen Anfall vorherzusehen. Dazu gehören beispielsweise Kälte und auch Parfum, Stress oder Medikamente sowie Infektionen der Atemwege und körperliche Anstrengungen.

Die Ursachen für COPD sind dagegen klarer umrissen. Zu den Hauptfaktoren gehört das Rauchen. Die meisten Betroffenen sind passive oder aktive Raucher oder haben bereits eine längere Zeit in ihrem Leben geraucht. Dies trifft auf immerhin 90 % der COPD-Erkrankten zu.

In seltenen Fällen kann ein genetischer Auslöser vorliegen. Dieser wirkt sich auf das Alpha-1-Antitrypsin aus. Es handelt sich dabei um Bluteiweiß, das sich auf die Enzyme auswirkt und diese inaktiviert. Allerdings sind diese Enzyme dafür zuständig, bei Entzündungen im Körper das Gewebe zu entfernen, das durch die Prozesse zerstört wurde. Erfolgt die Inaktivierung nicht, wird auch gesundes Gewebe angegriffen. Das kann zu einer Verengung der Bronchien führen.

Weitere mögliche Ursachen, die jedoch nur sehr selten auftreten, sind das Antikörpermangelsyndrom sowie die Luftverschmutzung oder das ständige Einatmen schädlicher Dämpfe und Staub.

Symptome von COPD und Asthma im Vergleich

Die Symptome der beiden Erkrankungen sind ähnlich. Tritt Asthma erst im Erwachsenenalter auf, kann es daher für einen Arzt schwierig sein, die Diagnose zu stellen. Bei Asthma treten vor allem in der Nacht Hustenanfälle auf (s. auch Anzeichen und Symptome von Asthma). Betroffene leiden unter einer Kurzatmigkeit, die dauerhaft den Alltag beeinflussen kann. Aber auch die folgenden Symptome weisen auf eine Erkrankung hin:

  • Atemnot
  • Giemen
  • Schwierigkeiten beim Ausatmen
  • Engegefühl in der Brust
  • akute Anfälle
Anzeichen von Asthma bronchiale

Beim Giemen handelt es sich um einen pfeifenden Ton, der beim Ausatmen auftritt.

Die Symptome von COPD sind ähnlich. Allerdings treten sie bei einer fortschreitenden Erkrankung dauerhaft auf:

  • Atemnot bei Belastung, die zunehmend auch ohne Belastung auftritt
  • Husten, der besonders hartnäckig und auch schmerzhaft sein kann
  • Auswurf, der sich nur schwer abhusten lässt und besonders zäh ist

Wie werden Asthma oder COPD diagnostiziert?

Bei der vermuteten Erkrankung mit Asthma bronchiale wird der Arzt erst einmal prüfen, wann die Beschwerden auftreten, ob es Trigger gibt und ob sich die Beschwerden an den unterschiedlichen Orten verstärken oder verringern. Auch nach Allergien, Erkrankungen und der beruflichen Tätigkeit wird gefragt.

Anschließend folgen eine körperliche Untersuchung und spezielle Diagnostiken. Bei der körperlichen Untersuchung wird der Arzt die Atemfrequenz kontrollieren und die Lunge abhören. Weiter Diagnostiken, die häufig direkt vom Pneumologen durchgeführt werden, sind:

  • Durchführung eines Lungenfunktionstests
  • Blutuntersuchungen
  • Untersuchungen der Lunge durch CT oder Röntgen

Auch bei COPD kommt es zu einer umfangreichen Anamnese. Der Arzt wird im Rahmen der Krankengeschichte fragen, seit wann es zu Husten kommt, ob es einen vermehrten Auswurf gibt und ob der Patient Raucher ist oder war. Zudem ist für den Arzt wichtig zu wissen, inwieweit Gewicht verloren wurde und die Leistungsfähigkeit abnimmt.

Bei der körperlichen Untersuchung wird die Lunge abgehört und durch den Arzt geprüft, ob es zu Geräuschen bei der Ausatmung kommt. Gleichzeitig wird geprüft, ob der Patient unter einer Herzschwäche leidet oder die Sauerstoffversorgung vermindert ist.

Asthma und COPD Behandlungen im Vergleich

Die Behandlung von Asthma bronchiale basiert auf vier Säulen:

  • Einsatz von Medikamenten

Für die Behandlung werden passende Medikament zur Verfügung gestellt, die in einem akuten Fall die Atemnot lindern und auch vorbeugend vor einer Anstrengung eingesetzt werden können.

  • Vermeidung von Auslösern

Betroffene sind dazu angehalten, Auslöser komplett zu vermeiden, wie Allergene oder auch Anstrengung.

  • Schulungen

Patienten bekommen eine Schulung, in der sie lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen und im Notfall richtig reagieren zu können.

  • Kontrollen

Regelmäßige Kontrollen durch den behandelnden Arzt sind unbedingt notwendig. Dieser wird prüfen, ob es Veränderungen bei der Lungenfunktion gibt und ob der Therapieplan angepasst werden muss.

Unser Tipp!

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Ziel ist es, dass möglichst lange anfallfreie Phasen erreicht werden und es nicht zu Notfallbehandlungen kommen muss. Zudem soll die Leistungsfähigkeit erhalten bleiben und nicht zunehmend verringert werden.

Die Behandlung von COPD ist eine Langzeittherapie und legt den Fokus darauf, die Symptome möglichst lange zu lindern und die Belastbarkeit zu erhöhen. Das erste Ziel ist es, mit dem Rauchen abzuschließen. Der komplette Verzicht auf Nikotin kann dabei helfen, den Fortschritt von COPD zu verringern.

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Des Weiteren werden Medikamente eingesetzt. Hier sind Bronchodilatatoren oder auch Anticholinergika die erste Wahl (s. auch Bronchialsprays rezeptfrei: Bronchienerweiternde Medikamente). Diese erweitern die Bronchien und verringern Probleme bei der Atmung. Gleiches gilt für Beta-2-Sympathomimetika, die jedoch in erster Linie für die Behandlung eines akuten Anfalls genutzt werden.

Asthma-Medikamente auf einen Blick:

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Eine Kombination von mehreren Medikamenten ist möglich (s. auch Asthma Medikamente – Behandlung von Asthma bronchiale).

Der Therapieplan bei COPD wird individuell für den Patienten zusammengestellt und kann jederzeit angepasst werden, wenn sich die Symptome verstärken.

COPD-Medikamente auf einen Blick:

Was passiert, wenn Asthma und COPD sich überschneiden?

Patienten mit Asthma, die Raucher sind oder auch am Arbeitsplatz starken Belastungen der Lunge unterliegen, neigen zur Entwicklung von COPD. Daher ist es möglich, dass sich beide Erkrankungen überschneiden oder sogar zusammen auftreten.

Der Übergang von COPD zu Asthma oder von Asthma zu COPD fällt oft gar nicht direkt auf. Betroffene bemerken nach und nach eine Verschlechterung oder Verstärkung ihrer Symptome. Ein zunehmender Auswurf, ein starker Husten oder auch eine Zunahme der Atemnot sind möglich.

Abhängig vom bestehenden Fall kann es sein, dass sich die Symptome bei beiden Erkrankungen verstärken. Geht ein Patient davon aus, dass sich seine Grunderkrankung verändert hat, sollte er sich daher an seinen Arzt wenden und um eine weiterführende Diagnostik bitten.

Kann man gleichzeitig Asthma und COPD haben?

Ein Blick auf den Vergleich von Asthma und COPD macht deutlich, dass die Symptome der jeweiligen Erkrankungen ähnlich sind. Oft ist es nicht einfach zu unterscheiden, ob Husten, Auswurf und die Atemnot zu COPD oder zu Asthma gehören. Daher sind umfangreiche Diagnostiken notwendig.

Einige Patienten leiden zeitgleich unter Asthma und COPD. In diesem Zusammenhang wird von einem Asthma-COPD-Overlap gesprochen. Aber auch hier ist es nicht einfach, eine Diagnose zu stellen. So können Ärzte nur Schätzungen herausgeben, denen zu entnehmen ist, wie viele Patienten unter einem sogenannten Overlap leiden. Diese Schätzungen bewegen sich zwischen 10 % bis hin zu 50 %.

Oft sind Ärzte auf die Erfahrungen der Patienten angewiesen. So ist ein möglicher Hinweis auf eine gleichzeitige Erkrankung, dass Patienten mit Asthma eine Atemnot nicht nur während eines Anfalls haben. Auch im Alltag zeigen sich immer wieder Probleme mit der Atmung. Aber auch die Möglichkeit, dass Patienten mit COPD Asthma bekommen, besteht.

In dem Fall ist es möglich, dass die Lunge eine Überreaktion auf einige Stoffe zeigt. Die Anfälle von Atemnot können sich verstärken und auf ein Asthma hindeuten.

Geht ein Arzt davon aus, dass ein sogenanntes ACO vorliegt, wird er eine umfangreiche Diagnostik durchführen. Unter anderem gehören dazu:

  • Funktionsdiagnostik der Lunge
  • Röntgen
  • Computertomografie

Bestätigt sich der Verdacht, muss die Medikation schnell angepasst werden. Im Rahmen einer Behandlung wird der Arzt prüfen, welche Symptome überwiegen und darauf basierend die Wirkstoffe auswählen, mit denen eine akute Behandlung sowie eine präventive Behandlung erfolgen kann.

Quellen

  1. Wie wird Asthma behandelt. In: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: lungeninformationsdienst.de
  2. A. Biedermann, T. Köhnlein: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – eine versteckte Ursache der COPD: Überblick über Pathogenese, Diagnostik, Klinik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 103, Ausgabe 26, vom 30. Juni 2006.
  3. WAS IST COPD? (COPD Grundlagen). In: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: www.lungeninformationsdienst.de
  4. Helgo Magnussen, Bernd Disse u. a.: Withdrawal of Inhaled Glucocorticoids and Exacerbations of COPD. In: New England Journal of Medicine. 371, 2014, S. 1285.
  5. Tyree H. Kiser, Richard R. Allen, Robert J. Valuck, Marc Moss, R. William Vandivier: Outcomes Associated with Corticosteroid Dosage in Critically Ill Patients with Acute Exacerbations of Chronic Obstructive Pulmonary Disease. In: American Thoracic Society (Hrsg.): Am J Respir Crit Care Med. 189, Nr. 9, 2014, S. 1052–1064.
  6. Die Deutsche Lungenstiftung informiert: Asthma. In: Deutsche Lungenstiftung eV. URL: lungenstiftung.de
  7. Asthma. In: Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH. URL: lungeninformationsdienst.de
  8. Asthma. In: National Institute for Health and Care Excellence (NICE). URL: nice.org.uk
  9. Guidelines for diagnosis and management of bronchial asthma. In: Joint ICS/NCCP (I) recommendations. Ritesh Agarwal et al. URL: ncbi.nlm.gov
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