Asthma ist eine weit verbreitetsten chronischen Erkrankung und kann die Lebensqualität der betroffenen Patienten stark reduzieren. Durch Medikamente kann bei Asthma bronchiale eine deutliche Besserung erzielt werden, vorausgesetzt, die Krankheit wird eindeutig diagnostiziert.

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale setzt sich aus zwei Begriffen zusammen, wobei Asthma aus dem griechischen stammt und “Beklemmung” bedeutet, und sich “bronchiale” auf die Bronchien bezieht, in denen die Beklemmung zustande kommt.

Bei einer Asthma bronchiale liegt eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege zugrunde. Chronisch bedeutet, dass die Erkrankung langfristig anhält.

Diese Erkrankung der Atemwege löst eine erhöhte Empfindlichkeit der Bronchien aus, welche in Verbindung mit verschiedenen Reizen steht (Hyperreagibilität) und teilweise zu anfallsartigen Hustenreaktionen sowie Atemnot führt.

Unter einer Hyperreagilität ist ein erhöhtes Reaktionsvermögen und eine Überempfindlichkeit zu verstehen, die durch äußere Einflüsse verursacht wird. Bei einem Asthma bronchiale können diese Einflussfaktoren aus beispielsweise Kälte, Luftdruckveränderungen, zunehmender Luftfeuchtigkeit oder durch Reizstoffe, wie ätherische Öle, Zigarettenrauch oder Staub bestehen.

Unterschieden wird beim Asthma bronchiale zwischen drei grundsätzlichen Formen:

1. Allergisches Asthma (exogenes,extrinsisches)

Die extrinsische Form des Asthmas entsteht in der Regel im Kindes- oder Jugendalter.

2. Nicht-allergisches Asthma (intrinsisches - von innen kommend)

Diese Asthmaform hat überwiegend ihren Beginn in einem Alter ab 40 Jahren.

3. Gemischtförmiges Asthma

Das gemischtförmige Asthma setzt sich aus den allergischen und nicht-allergischen Formen zusammen, wobei das eine schwerwiegender auftreten kann, als das andere. Betroffen sind überwiegend Erwachsene, die bereits zuvor an einem allergischem Asthma litten.

Ursachen von Asthma

Auf welchen Ursachen Asthma bronchiale basiert, hängt in der Regel davon ab, um welche Erkrankungsform es sich handelt.

Ursachen von Allergischem Asthma

Bei einem allergischen Asthma liegt die Ursache in einer allergischen Reaktion des Körpers auf bestimmte Allergene. Dabei handelt es sich um bestimmte Stoffe und Substanzen, mit denen Betroffene in Kontakt kommen. Am häufigsten sind dafür Pollen, Hausstaub, Tierhaare und/oder Schimmelpilze verbreitet, die eine allergische Reaktion der Atemwege hervorrufen.

Hauptauslöser ist bei dem allergischen Asthma bronchiale eine Störung im Immunsystem. Dieses wird bei bestimmten Allergenen aktiviert und geht gegen diese vor, wobei diese nicht als schädlich eingestuft werden müssten.

Verantwortlich für eine allergische Überempfindlichkeit können Gene ebenso sein, wie schädliche Umwelteinflüsse, die das Immunsystem schwächen. Vielfach tritt Allergisches Asthma in Verbindung mit Neurodermitis auf.

Ursachen von Nicht-allergischem Asthma

Zu einem nicht-allergischen Asthma kommt es überwiegend durch Virusinfekte, welche im Bronchienbereich und/oder den Nasennebenhöhlen über einen längeren Zeitraum aktiv sind/waren. Haben die Viren die Bronchialschleimhaut geschädigt und sich diese in der Folge dauerhaft entzündet, entstehen typische Asthma-Syndrome.

Zudem kann eine Überempfindlichkeit ursächlich für ein nicht-allergisches Asthma verantwortlich sein. Hier zeigen sich Symptome beispielsweise nach einem Kontakt mit Umweltreizen, wie sie in Auspuffabgasen, Zigarettenqualm sowie Staub, aber ebenso in höherer oder zu trockener Luftfeuchtigkeit zu finden sind.

In manchen Fällen ist die Ursache für nicht-allergisches Asthma auf bestimmte Medikamente zurückzuführen. Vielfach handelt es sich dabei um Schmerzmittel, wie zum Beispiel Aspirin, weshalb Mediziner hier vom Aspirin-Asthma oder einem Arzneimittelasthma sprechen.

Ursachen von Gemischtförmigem Asthma

Die Entwicklung von einem gemischtförmigen Asthma basiert meist auf einem allergischen Asthma. Erst mit Fortschreiten der Erkrankung und meist wiederholten Virusinfekte, bildet sich ein intrinsische Asthma zusätzlich hinzu und zeigt sich oftmals in einer schwerwiegenderen Form, als das allergische Asthma.

Dennoch können bei dem gemischtförmigen Asthma bronchiale die beiden anderen Asthma-Arten gleichermaßen auf unspezifische Auslöser reagieren. Dabei kommt es nicht zu einer Verursachung des Asthmas, sondern hier erfolgt lediglich ein Anstoß dazu.

Symptome

Die klassischen Symptome bei allen Formen von Asthma bronchiale sind meist gleich und insbesondere am Morgen und Abend oftmals intensiver präsent. Typisch ist für das Asthma bronchiale zudem eine fehlende Symptomatik in Form von beschwerdefreien Intervallen.

Zu den klassischen Symptomen zählen vor allem:

  • Pfeifende Atmung (exspiratorischer Stridor)
  • Husten und Hustenanfälle
  • Engegefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit
  • Luftnot (Dyspnoe), vor allem bei körperlicher Anstrengung

In der Folge der genannten Asthma-Symptome und im speziellen bei wiederholten Luftnot-Situationen, sind vielfach weitere Beschwerden möglich, wie unter anderem:

  • Verstärktes Angstgefüh
  • Innere Unruhe
  • Sprachschwierigkeiten
  • Übelkeit
Anzeichen von Asthma bronchiale

Diagnostik

Um Symptome lindern und eine Asthma bronchiale behandeln zu können, ist die Diagnosestellung unumgänglich.

Einen ersten Verdacht auf Asthma bronchiale kann der behandelnde Arzt, im Idealfall der Lungenfacharzt (Pneumologe), anhand von Beschwerdeschilderungen vermuten. In der Folge werden gezielte Fragen über beispielsweise die Hustenstärke und Hustenhäufigkeit in bestimmten Situationen, vom Arzt gestellt.

Hat sich dadurch der Verdacht auf Asthma bronchiale bestärkt, schließt eine körperliche Untersuchung an. Hierbei wird der Fokus vor allem auf Atemnebengeräusche gelegt, die durch das Abhören mit Hilfe eines Stethoskops der Bronchien und der Lunge erkannt werden können.

Im weiteren Verlauf zur Diagnosesicherung folgt eine Lungenfunktionsprüfung sowie gegebenenfalls ein Allergietest.

Lungenfunktionstest

Bei einem Lungenfunktionstest wird die Menge des Luftstroms gemessen, der durch die Atmung die Bronchien fließt. Der Test kann auf zwei unterschiedliche Weisen durchgeführt werden:

  • Spirometrie
  • Peak-Flow-Meter

Zusätzlich bedienen sich die Fachärzte für Lungenheilkunde (Pneumologie) oftmals weiteren Diagnostikmitteln, wie einer Ganzkörperplethysmografie sowie dem Reversibilitätstest.

Die Ganzkörperplethysmografie erlaubt einen großen Lungenfunktionstest, bei dem der Atmungswiderstand sowie das innerhalb der Thoraxhöhle gelegen Gasvolumen gemessen werden.

Bei einem Reversibilitätstest werden in der Regel atemwegserweiternde Medikamente verabreicht und mit dem Test geprüft, wie die Atemwege auf dieses reagieren. Meist handelt es sich dabei um ein kurzzeitig wirkendes Arzneimittel, wie zum Beispiel ein Beta-2-Sympathomimetikum.

Allergietest

Ein Allergietest gibt Aufschluss darüber, ob der Körper auf verschiedene Stoffe und Substanzen reagiert. Diese werden auf die Haut, meist den Unterarm, einige Kästchen aufgezeichnet und jedes mit einem anderen Stoff/einer anderen Substanz beträufelt. Pollen, Tierhaare oder Staub sind nur einige Beispiele, die dazu genutzt werden. Zeigt sich eine Reaktion in Form von einer Hautrötung, Pickelbildung oder eines Juckreizes, gilt eine Allergie als nachgewiesen. In vielen Fällen wird der Allergietest durch einen labortechnischen Bluttest durchgeführt.

Diagnostik-Erschwerung

Aufgrund symptomfreier Intervalle kommt es öfter vor, dass der Patient genau zu dem Zeitpunkt vorstellig wird, wenn das Beschwerdebild nicht oder nur geringfügig vorliegt. Dies erschwert eine klare Diagnosestellung, da der Lungenfunktionstest ohne auffälligen Befund verlaufen kann.

Hier kann der behandelnde Arzt auf den sogenannten Provokationstest zurückgreifen. Bei dieser Methode wird die Lunge gezielt einem Reiz ausgesetzt, damit diagnostizierbare Eigenschaften eines Asthma bronchiale hervortreten.

Lungenfunktionstest für zu Hause

Wer über typische Beschwerden eines Asthma bronchiale verfügt, kann mit einem Peak-Flow-Meter für zu Hause den Lungenfunktionstest selbst durchführen. Wie beim Arzt, ist darüber der Luftstrom zu messen, der aus der Lunge strömt. Die Variante für zu Hause ermöglicht an Asthma bronchiale leidenden Patienten, den Verlauf der Erkrankung zu beobachten und eventuelle Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen.

Vor allem bei Kindern kann sich der Lungenfunktionstest für den Hausgebrauch rentieren, denn fällt der PEF-Wert um mehr als 20 Prozent, ist von einer Verschlimmerung auszugehen und eine Arztkonsultation ist angeraten.

Diagnose bei Kindern

Bei Kindern verläuft die Diagnoseermittlung über verschiedene Diagnoseebenenen:

  • Anamnese mit Beschwerdeart, -häufigkeit sowie -zeitpunkte
  • Familienanamnese in Bezug auf Allergien beim Kind, den Geschwistern, Eltern oder Großeltern
  • Körperliche Untersuchung mit Brustabklopfen und Abhören der Lungen
  • Diagnostisches Verfahren des Lungenfunktionstests (meist erst ab einem Alter von circa fünf Jahren)
  • Lungenfunktionstest für Säuglinge und Kleinkinder in der Regel nur in Spezialkliniken möglich
  • Allergietest mittels Hauttest (Prick-Test)
  • Labortechnische Blutuntersuchung von Gesamt-IgE und IgE- Antikörpern zur sensibleren Allergiefeststellung

Medikamente gegen Asthma bronchiale im Überblick

In der Medizin stehen zahlreiche Asthma-Arzneimittel zu Verfügung, welche Symptome abschwächen und den gesamtheitlichen Zustand verbessern können.

Zur Behandlung von allergisch bedingtem Asthma wird zum Beispiel Synerga® Lösung angeboten. Bei Synerga handelt es sich um ein Antiallergikum und Schleimhauttherapeutikum, das sich mit einer entzündungshemmenden sowie immunregulierenden Wirkung zeigt. Bisher wurden keine Nebenwirkungen bekannt.

INTAL N Aerosol

Zur Vorbeugung asthmatischer Beschwerden kann INTAL® N Aerosol verschrieben werden. In der Wirkung zeigt sich das Medikament mit einer Stabilisation bestimmter Zellen, in denen sich Reizstoffe einlagern und bei Zellenöffnung körpereigene Botenstoffe freigesetzt werden, die eine Schleimhautentzündung hervorrufen. Mit Einnahme des Wirkstoffs Cromoglicinsäure bleiben die Zellen geschlossen und ein Reizeffekt zur Auslösung eines Asthmaanfalls bleibt aus.

INTAL N Aerosol
Intal N Aerosol wird zur Prophylaxe asthmatischer Beschwerden bei leichtem persistierendem allergischem und nichtallergischem Asthma eingesetzt.

Mit der Einnahme von INTAL N Aerosol können Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel:

  • Geschmacksstörungen
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühl
  • Hautirritationen und Juckreiz
  • Ödembildungen im Gesicht, in den Händen sowie Füßen
  • Reizhusten, Heiserkeit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen

Für die Dauerbehandlung und zur Vorbeugung können Inhalationen zur Linderung verhelfen, wie zum Beispiel mit der DNCG ISO Inhalationslösung. Diese wirkt gleich wie das INTAL N Aerosol und dient der Vorbeugung von Atemnot bei Asthma bronchiale. Die Lösung wird in ein Verneblungsgerät eingegeben und eingeatmet.

Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, wie zum Beispiel:

  • Schleimhautentzündungen im Magen- und Dünndarmbereich
  • Hautentzündungen
  • Reizhusten
  • Gereizter Hals
  • Muskelentzündungen

Beta-2-Sympathomimetika (z.B. Salbutamol-ratiopharm oder Ventolin)

Für den Fall akuter Atemnot bringen sogenannte Beta-2-Sympathomimetika schnell Linderung, wie das Salbutamol-ratiopharm (s. auch Salbutamol-Hersteller im Überblick) oder Ventolin. Dies ist als Inhalator sowie als Lösung zum Einträufeln in einen Vernebler erhältlich.

Salbutamol Ventolin
Ventolin mit dem aktiven Wirkstoff Salbutamol ist das am häufigsten eingesetzte Arzneimittel zur Notfallbehandlung von Asthma bronchiale.

Der Wirkstoff Salbutamol sorgt für eine Bindung der sogenannten Beta-Rezeptoren in den Bronchien und führt in der Folge ein Erschlaffen der Bronchialmuskulatur herbei. Dadurch lösen sich Verkrampfungen, Verengungen in den Bronchien weiten sich und die Atmung kann wieder leichter erfolgen.

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:

  • Übelkeit
  • Geschmacksstörungen
  • Reizung von Mund und Rachen
  • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
  • Innere Unruhe, Schwitzen, Zittern
  • Herzrhythmusstörungen
  • Abfall des Blutdrucks, Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Muskelkrämpfe, erhöhter Puls, Herzklopfen
Treated.com Online Arzt

Treated.com ist eine Online-Klinik, ansässig im Vereinigten Königreich. Sie ermöglicht das Ausstellen von Rezepten für Ventolin und die Salbutamol-Generika über das Internet. Hierbei müssen Sie medizinische Fragen beantworten, zugeschnitten auf Asthma bronchiale. Bei Eignung wird ein Online-Rezept ausgestellt und Sie können Ihr Asthmaspray bei Treated.com online bestellen. Anschließend wird Ventolin per Expressversand an Sie versendet.

Verwandte Artikel:

Quellen:

  1. Asthma bronchiale – Nicht genug Luft. In: Pharmazeutische ZeitungFachzeitschrift im Internet für Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. At-A-Glance: Asthma. National Heart Lung and Blood Institute. URL: nhlbi.nih.gov
  3. Marsha Wills-Karp et al. (1998): Interleukin-13: Central Mediator of Allergic Asthma, in: Science 18, Vol. 282 no. 5397 pp. 2258-2261 , sciencemag.org
  4. Romanet-Manent, S. et al. (2002): Allergic vs. noallergic asthma: what makes the difference, in: Allergy 2002: 57: 607–613, onlinelibrary.wiley.com
  5. Wie wird Asthma behandelt. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: lungeninformationsdienst.de
  6. Asthma. In: Apotheken Umschau: Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de
  7. Asthma Therapie, In: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. URL: lungenaerzte-im-netz.de
  8. Auf einen Blick: Asthma bronchiale; In: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). URL: akdae.de
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