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Nach Einschätzungen von Fachärzten und Wissenschaftlern leiden etwa zehn Prozent aller Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen unter Asthma. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich teilweise sehr lange, beschwerdefreie Etappen mit spontanen Anfällen abwechseln können. Auslöser solcher akuten Attacken können unterschiedliche Reize sein – von Allergenen über kalte Luft, Infekte oder Medikamente bis hin zu psychologischen Ursachen wie Stress. 

Die Frühdiagnose ist schwer möglich

Gerade im Anfangsstadium empfinden viele Betroffene die Anzeichen als unspezifisch und verwechseln erste Symptome beispielsweise mit einer leichten Erkältung oder führen sie auf körperliche oder psychische Belastung zurück.

Treten bestimmte Symptome jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum – oft über ein bis zwei Jahre – auf, erkennen erfahrene Mediziner ein Asthma Bronchiale meist bereits anhand der Beschreibung ihrer Patienten. 

Die sichere Diagnose erfolgt zunächst nach dem Ausschlussverfahren. Um andere schwere Erkrankungen der Atemwege wie Tuberkulose eindeutig ausschließen zu können, wird der Brustbereich inklusive Lunge geröntgt. Anschließend erfolgt eine Spirometrie – eine Untersuchung des Atemflusses und des Lungenvolumens, um Abweichungen zur Norm bestimmen zu können. Bestätigt sich der Verdacht auf ein Asthma Bronchiale, sucht der verantwortliche Arzt gezielt nach den Ursachen. 

Asthma ist durch eine medikamentöse Behandlung nicht vollständig heilbar (s. auch Asthma Medikamente – Behandlung von Asthma bronchiale), die Symptome können aber sehr gut unterdrückt werden. Eine möglichst frühe Diagnose etwa im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen ist aus diesem Grund nicht erforderlich, sofern kein Leidensdruck besteht. Nach der Pubertät bildet sich kindliches Asthma häufig vollständig zurück. Ursachen für Auftreten und Verlauf der Krankheit sind noch nicht vollständig erforscht.

Asthma zeigt sich an typischen, langfristigen Symptomen

Eine Erkältung im Winter oder ein bis zwei Wochen Husten ist durchaus normal und alleine kein Anzeichen für Asthma. Es handelt sich um eine chronische Krankheit, die sich durch das ganze Jahr über wiederkehrende Situationen bemerkbar macht. Dabei unterscheiden sich die Symptome in ihrer Ausprägung voneinander – sind also manchmal stärker oder schwächer, in speziellen Fällen zeigen sich alle Beschwerden, in anderen nur einige. Einige typische Merkmale im Frühstadium sind: 

  • Häufiger Husten - vor allem nachts - ohne direkte Krankheitsursache, zum Beispiel Erkältung
  • Kurzatmigkeit ohne vorhergehende körperliche Anstrengung
  • Enge in der Brust verbunden mit dem Gefühl, nicht richtig ausatmen zu können
  • Bei starken Beschwerden ein pfeifendes Geräusch beim Atmen - das sogenannte Giemen
  • Leichte Anfälle mit schnell auftretenden und sich wieder zurückbildenden Symptomen
Anzeichen von Asthma bronchiale

Verschiedene Faktoren lösen Asthma aus. Obwohl es sich um eine chronische Entzündung der Lunge handelt, ist der Patient die meiste Zeit über frei von Symptomen. Das Gefühl der Atemnot entsteht nur in akuten Phasen, die meist von einem Reiz hervorgerufen werden. Zu den häufigsten Reizen zählen: 

  • Allergien (Allergisches Asthma)
  • Medikamente (zum Beispiel Unverträglichkeit von Acetylsalicylsäure beziehungsweise Aspirin)
  • Extreme körperliche Leistungen (Belastungsasthma)
  • Infektionen, zum überwiegenden Teil durch Viren
  • Schadstoffe in der Luft, Chemikalien oder andere Umwelteinflüsse
  • Mischformen verschiedener Faktoren

Die medizinische Bezeichnung bei Allergien ist in extrinsisches, bei den anderen Erscheinungen intrinsisches Asthma. Das bedeutet, dass bei Ersterem ein Anfall von außen und bei Zweitem von innen verursacht wird. Obwohl die Symptome sich ähneln, handelt es sich beispielsweise bei medikamentösem Asthma um eine Unverträglichkeit gegenüber einer Substanz und nicht um allergische Reaktion. Das bedeutet, es findet keine aktive Abwehr statt, sondern der Körper kann einen bestimmten Stoff nicht verarbeiten oder abbauen.

Allergisches Asthma ist die Folge einer starken Immunreaktion

Bei einer Allergie handelt es sich um eine fehlerhafte Immunreaktion auf einen eigentlich harmlosen Botenstoff, der beispielsweise in Tierhaaren oder Pflanzenpollen enthalten ist. Der Körper wehrt sich gegen diesen wie gegen einen Krankheitserreger, so dass ähnliche Symptome auftreten. Diese Reaktion erfolgt unmittelbar oder verzögert bis zu mehreren Stunden nach einem Kontakt. Ursache eines allergischen Asthmas ist nach aktuellen Forschungen eine genetische Veranlagung, die sich herausbildet, wenn der Betroffene wiederholt dem Allergen ausgesetzt wird. 

Allergisches Asthma wird in der Regel von weiteren Beschwerden begleitet – einige der häufigsten darunter sind Reizungen der Schleimhäute, allen voran der Augen und der Nase. Diese reagieren ähnlich wie auf einen heftigen akuten Infekt mit einem brennenden Schmerz und gesteigerter Produktion von Sekreten. Bei direktem Kontakt und einer heftigen Reaktion können die Allergene die Haut reizen, auf der sich Rötungen oder kleine Pusteln bilden. 

Das allergische Asthma selbst ähnelt einem akuten Anfall, dessen Stärke im Wesentlichen von der Empfindlichkeit und der Länge des Kontakts abhängt. Wird der Betroffene nicht länger dem Reiz ausgesetzt, bilden sich Symptome langsam im Laufe mehrerer Stunden zurück – oft verschafft schon eine kurze Pause deutliche Linderung. In einigen Fällen kann es jedoch zu einer verzögerten Reaktion kommen, bei der das Asthma erst Stunden nach der ersten Berührung auftritt. 

Die Diagnose erfolgt zunächst über einen Allergietest wie dem Prick-Test, bei dem verschiedene Allergene auf die Haut aufgetragen und durch einen flachen Einstich in die obere Schicht gelangen. Im Zweifelsfall gibt eine Blutuntersuchung auf spezielles Immunglobulin Auskunft – dabei handelt es sich um Antikörper, die sich an bestimmte Abwehrzellen anbinden. 

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Die Wahrnehmung von Asthma: Wie fühlt sich Asthma an

Bei Asthma verengen sich die Bronchien und die Schleimhaut schwillt rasch an. Dadurch können Betroffene nicht mehr tief ein- und nur noch schwer ausatmen. Die Sauerstoffzufuhr reduziert sich erheblich und der Patient hat bei einem akuten Asthmaanfall das Gefühl, als müsste er durch ein sehr kleines Loch atmen und drohe zu ersticken. Dies kann zu Panikreaktionen führen, die nicht vollständig unbegründet sind – ein schwerer Asthmaanfall kann ohne rechtzeitiges Eingreifen zum Tode führen. 

Bei einem akuten Asthmaanfall ist schnelles Eingreifen unverzichtbar

Generell lässt sich Asthma in leichten bis schweren Fällen mit den geeigneten Medikamenten – in der Regel Asthma-Inhalatoren – schnell und wirkungsvoll bekämpfen. Sie sollten von gefährdeten Personen deshalb gewohnheitsmäßig und schnell erreichbar mitgeführt werden. Ein akuter Anfall kann sich innerhalb weniger Minuten abspielen und umfasst: 

  • Spontane Atembeschwerden
  • Hektisches Ein- und Ausatmen mit bis zu 25 Atemzügen pro Minute
  • Eingeschränktes Sprechvermögen
  • Heftige Atemversuche, die Schulter-, Brust- und Rückenmuskeln mit einbeziehen
  • Eventuell blaue Lippen infolge akuten Sauerstoffmangels
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Ventolin mit dem aktiven Wirkstoff Salbutamol ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das bei Atemwegserkrankungen mit verengten Bronchien eingesetzt wird.

In dem schwersten Stadium – dem Status asthmaticus – droht dem Patienten der Tod durch Ersticken. Obwohl dieser glücklicherweise selten ist, darf das Risiko deshalb nicht unterschätzt werden. Zeigt sich durch Notfallmedikamente innerhalb von zehn Minuten keine deutliche Besserung, sollte der Notarzt gerufen werden. Dies gilt besonders für Kinder, die wegen ihrer schwächeren Konstitution verstärkt gefährdet sind.

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Quellen:

  1. Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion neuer und relevanter Empfehlungen für das DMP Asthma bronchiale. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Jul, 2012. URL: iqwig.de
  2. Ratgeber Asthma bronchiale: Informationen für Betroffene und Angehörige. Atemnot – das zentrale Symptome. Franz Petermann, Hogrefe, 2004 URL: books.google.de
  3. Die Deutsche Lungenstiftung informiert: Asthma. Deutsche Lungenstiftung eV. URL: lungenstiftung.de
  4. Marsha Wills-Karp et al. (1998): Interleukin-13: Central Mediator of Allergic Asthma, in: Science 18, Vol. 282 no. 5397 pp. 2258-2261 , sciencemag.org
  5. Romanet-Manent, S. et al. (2002): Allergic vs. noallergic asthma: what makes the difference, in: Allergy 2002: 57: 607–613, onlinelibrary.wiley.com
  6. Allergisches Asthma. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: lungeninformationsdienst.de
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